E-Kart – eine neue Erfahrung

Zumindest für einige Teilnehmer der Renngemeinschaft Düren e.V. im DMV beim 6. Clublauf auf der ring°kartbahn Nürburgring.

Mit unterschiedlichen Erwartungen trafen sich die Fahrer der Wertungsgruppen A und N zur Indoor-Kart-Meisterschaft 2018 am vergangenen Sonntagmorgen am Nürburgring.

„Wir haben die ring°kartbahn erstmalig als Austragungsort mit dabei“, so Organisationsleiter André Krumbach. „Eine für viele von uns unbekannte Strecke und dazu noch die Elektro-Karts. Wie würden wir damit zurechtkommen, was gibt es positives, was gibt es zu bemängeln? Ich selbst habe die Bahn vor einer Woche auch zum ersten Mal besucht und gefahren um mir vor der Veranstaltung als Verantwortlicher ein „Bild“ von der Bahn zu machen“ so André ergänzend.

Neben dem ersten Clublauf mit E-Karts wurde auch zusätzlich ein Kartwechsel pro Wertungslauf vorgenommen. Bei einer laut Reglement vorgeschriebene Mindestrenndistanz von ca. 45 Minuten plus Qualifying stoßen die Akku-Laufzeiten ggf. an Ihre Grenzen.

Hier muss man ein Lob an das Team der ring°kartbahn aussprechen. Bereits bei Anfrage zur Durchführung dieser Veranstaltung hatten die Helfer des Kartbahnbetreibers diesen Kartwechsel mit einbezogen. „Es gibt nichts Schlimmeres für einen Fahrer, wenn sein Kart kurz vor Ende wegen fehlender Akkuleistung ausfällt“, berichtet Jugendwart Rolf Braun, der die Abwicklung der Veranstaltung vor und während der Wertungsläufe unterstützte.

Zu den Rennen selbst:

Im Rennen der Leistungsgruppe A, die mit 8 Teilnehmern an den Start ging, konnte sich von Beginn an Leon Braun im Qualifying wie auch im Rennen über 90 Runden eindrucksvoll durchsetzen. Spannend wurde es im Kampf um Platz 3 zwischen Curt Skuras und Kevin Küpper den der Senior Curt (72 Jahre) am Ende für sich entscheiden konnte.

In der Leistungsgruppe N (7 Teilnehmer) führte heute kein Weg an Jan Kessenich (16) vorbei. Der Junior in Reihen der Gruppe N fuhr mit über 9 Sekunden Vorsprung vor den beiden Titelaspiranten André Krumbach und Torsten Pezzolla über die Ziellinie die sich beide im Rennen immer wieder Zweikämpfe leisteten.

         

Leon Braun & Jan Kessenich

Bilder © by Aga Ganteföhr

Stimmen nach dem Rennen:

Leon Braun (Leistungsgruppe A): Hier hat alles für mich begonnen, die Strecke und die E-Karts hier liegen mir, dazu meine Erfahrung aus 4 Jahren Junior-Kart-Club Nürburgring u.a. auf E-Karts, es passte einfach alles. Es war ein Heimspiel für mich.

Stefan Kessenich (Vater von Jan Kessenich): Sicherlich habe ich für Jan (Leistungsgruppe N) gehofft, dass er unter den Top 3 heute mitfährt, aber den Sieg bei diesem Rennen einzufahren und dann auch noch vor den Titelanwärtern in der Gesamtwertung ins Ziel zu kommen, macht mich besonders stolz. Genauso wie bei Leon hatte er erhebliche Vorteile durch die Streckenkenntnis aus seiner Zeit als Junior im Kart Club Nürburgring.

Torsten Pezzolla (Leistungsgruppe N): Im Qualifying habe ich „gefühlt“ gar keine vernünftige Runde hinbekommen. Ich brauchte recht lange um ein Gefühl für das Fahrverhalten der E-Karts gerade in den Kurven zu bekommen. Aber im Rennen ging es; so konnte ich mit André den einen oder anderen Positionskampf um P3 bestreiten.

Fazit:

Es war für einige eine komplett neue Erfahrung mit den E-Karts. Die Umstellung zu den gewohnten mit Benzin- und Gas angetriebenen Karts, dazu noch der Kartwechsel. Dies brachte doch erheblich mehr Spannung im Kampf um die einzelnen Platzierungen in den Klassen. Besonders lobenswert war die Unterstützung durch das Personal des Streckenbetreibers, welche auf unsere speziellen Bedürfnisse in der Ablauforganisation so weit möglich eingegangen ist. Alles in allem eine positive Veranstaltung.

Weitere Infos zur Indoor-Kart-Meisterschaft und Tabellenstände gibt es HIER

Düren / Nürburgring, den 09.07.18